Tuesday, July 29, 2014

Blended Learning

Blended Learning (Integriertes Lernen) liegt voll im Trend. Diese Lernmethode bedeutet dass Online-Inhalte mit „echten“ Präsenz-Stunden kombiniert werden, wodurch sich Blended Learning von E-Learning (erfolgt nur online/ mittels Software) unterscheidet.

Blended Learning verbindet die Vorteile eines Präsenz-Unterrichts (persönliche Betreuung seitens des Lehrers, die Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen und ausführliche Erklärungen zu bekommen) mit örtlicher und zeitlicher Flexibilität eines Online-Kurses. Dabei handelt es sich um ein ganzheitliches Lernkonzept, in dem beide Teile auf einander abgestimmt sind.

Auf der Learntec Messe in Kalrsruhe haben wir ein kurzes Gespräch mit einer Expertin des Bundesverbands für Online Bildung e.V. zu diesem Thema durchgeführt.

Citykolleg: Wie kann man in einem Kurs sinnvoll Präsenz- und Online-Komponente kombinieren?

HM: Wenn es um Diskussionen geht, oder Aufgaben bei denen schnelle Reaktion der Teilnehmer erforderlich ist, dann ist ein Präsenz-Teil mit einem Lehrer unentbehrlich. Im Fremdsprachen-Bereich sind es vor allem mündliche Übungen und Gespräche in der Fremdsprache. Allerdings gehören die Inhalte die von den Kurs-Teilnehmern selbst aufbereitet werden können (Lesetexte, Hörverständnis-Aufgaben usw.)  zu einem Online-Teil.

Citykolleg: Welche Mittel kann man verwenden, um Online-Inhalte herzustellen?

HM: Es existieren verschiedene mediale Aufbereitungsmöglichkeiten: kurze Filme, Podcasts (Audio-Dateien), Präsentationen, Texte, Artikel, Foren, usw.

Citykolleg :Wenn wir bei dem Thema Foren sind: kann man Facebook als Instrument für Blended Learning empfehlen?

HM: Da spalten sich die Meinungen. Die Hauptschwierigkeit bei Facebook ist aber dass die Lernende manchmal das Lernen nicht von ihrer Freizeit trennen können, oder die Inhalte dann tatsächlich weniger „ernst“ nehmen. Von daher empfiehlt es sich ein neutrales Lernplattform wie z.B. Moodle zu nehmen, die auch Foren und Dialog zwischen den Kurs-Teilnehmern ermöglicht ohne zu viel "ins Private“ zu gehen.

Citykolleg: Weil das Lernprozess online quasi ohne unmittelbare Kontrolle von dem Lehrer erfolgt, wie kann man sicher stellen, dass die Inhalte aus dem Online-Teil trotzdem gelernt werden?

HM: Es gibt den Einsatz, bei dem die Präsenz-Phase die Online-Inhalte aufbauen soll. Stellen Sie sich vor: vier Teilnehmer einer Lerngruppe bekommen vier verschiedene Aufgaben (als Lesetexte, Hörübungen oder als Videos) zu einem bestimmten Thema. Im Klassenzimmer wird dann eine Diskussion zu diesem Thema angeboten, in der alle vier Teilnehmer über die gewonnenen Informationen aus den Online-Aufgaben sich austauschen sollen. Dadurch wird jeder unvorbereiteter Teilnehmer seinen Teil der Informationen zur Diskussion nicht beitragen können. Das erzeugt einen gewissen „Druck“ , sich mit Online-Inhalten vorher auseinander zu setzen.

Citykolleg: Wie sind Ihre persönliche Erfahrungen mit Blended Learning?

HM: In meiner Tätigkeit als Dozentin für Deutsch als Fremdsprache verwende ich Blended Learning erfolgreich für die Schüler ab Mittelstufe, die die flexible Zeiteinteilung bei den online Aufgaben positiv finden. Für viele Lernende ist es außerdem besonders bequem, dass sie in ihrem eigenen Lerntempo arbeiten können (z.B. einige brauchen einen Hörtext nur ein mal hören, die andere hätten ihn gerne 3-5 mal gehört).

Citykolleg: Vielen Dank für das informative Gespräch!

Über uns: Citykolleg gehört zu modernen privaten Bildungseinrichtungen die Jugendliche und Erwachsene auf einen Schulabschluss vorbereiten.

Ein Artikel von Elena Alexandrova Semenova

Tuesday, January 21, 2014

FOS/BOS Probezeit nicht bestanden?


FOS/BOS Probezeit nicht bestanden?  Wir lassen Sie nicht im Regen stehen!

Das Citykolleg in Nürnberg und München führt Sie in 16 Monaten zum Abitur!


Unser Kursformat Abi16 startet am 11.03.2014 und bereitet nach einem bewährten Konzept in 16 Monaten auf die staatliche Abiturprüfung nach den bayrischen Prüfungsrichtlinien vor.
Die Gründe dafür, dass Citykolleg-Schüler in der Regel schaffen, was sie in den traditionellen Schulformen nicht zu erreichen vermochten, liegen unter anderem in der intensiven Betreuung und dem speziellen Prüfungs-Coaching, welches unsere Schüler erfahren. Das Kursformat Abi16 ermöglicht einen Neustart in kleinen Klassen und angenehmer Lernatmosphäre mit abwechslungsreicher Unterrichtsgestaltung, engagierten und motivierten Lehrkräften und intensivem und zielgerichtetem Stoffaufbau.

In der Startphase werden die Grundlagenkenntnisse gesichert, über die Schülerinnen und Schüler mit einer Mittleren Reife und besuchter FOS/BOS verfügen. Die zweite Fremdsprache, die in der Abschlussprüfung auf dem - leichteren - spätbeginnenden Niveau geprüft wird, wird in dieser Phase mit acht Schulstunden unterrichtet. Der Anschluss an die 11. Klasse wird auf diese Art sehr schnell hergestellt. Weiter wird der Schwerpunkt auf das Fach Mathematik gelegt, das ebenfalls mit acht Unterrichtsstunden angesetzt wird. In den Sommerferien können dann bei Bedarf Kurse in den Fächern Mathematik, Englisch, Deutsch und der zweiten Fremdsprache belegt werden.

Die Abiturprüfung der Citykolleg-Schüler wird ab Mai 2015 an einer staatlichen Partnerschule als Externenprüfung in acht Fächern abgelegt.

Interessenten können uns jederzeit kontaktieren, um ein persönliches Beratungsgespräch zu vereinbaren.

Mit Citykolleg erfolgreich zum Abitur!

Sunday, June 23, 2013

Feiern muss gelernt sein

Es gibt nicht viele Rituale, die in Deutschland gefeiert werden. Zwischen Geburt und Hochzeit sind es nur einzelne Geburtstage, die bedeutender sind als andere. Gleichzeitig gibt es noch die Konfirmation, in der Heranwachsende in den Kreis der Erwachsenen eintreten. Mit dem 18. Geburtstag gilt die Übergangsphase ins Erwachsenenalter als abgeschlossen. Oft folgen darauf die Fahrerlaubnis und kurze Zeit später auch der Schulabschluss. Sehr viel Neues für so einen jungen Menschen.

Nach monate- und wochenlangen Lernen, heißt es  die anstrengende Prüfungszeit mit einer großen Feier abzuschließen. So haben die Schulabgänger die Möglichkeit, all ihren Unterstützern zu danken, aber auch von Menschen, die es ihnen in dieser Zeit schwer gemacht haben, friedlich Abschied zu nehmen. Dieser besondere Tag beginnt natürlich mit der feierlichen Zeugnisübergabe, die die Lehrer organisieren. Oftmals hält noch ein Lehrer eine Rede für die Schulabgänger. Damit die Überraschung auch eine bleibt, empfiehlt es sich, Eltern einen geeigneten Lehrer dafür zu finden. Denn diese sollte von Herzen kommen und keine Pflichtveranstaltung sein. Dabei können solche Reden wie an der Wellesly High School im Jahr 2012 zustande kommen. Der Englischlehrer David McCullough Jr. wurde im Jahr 2012 sogar  zur Berühmtheit, nachdem seine Rede an der Wellesly Highschool auf YouTube zu verfolgen war und noch immer ist.
Rede bewegte die Welt. Denn anstatt von der schönen Schulzeit zu schwärmen, sprach er Klartext: Sinngemäß sei es nichts Besonderes die Schule mit einem Zeugnis zu verlassen, auch wenn es für jeden einzelnen ein besonderer Tag sei. „Mamas Liebling“ sei zudem kein Garant dafür ein erfülltes Leben zu leben. Jeder müsse selbst dafür Sorge tragen. Mit Witz und Aufrichtigkeit gelang es diesem Lehrer eine besondere Rede zu halten.

Wobei für die Schüler meist die Abschlussparty oder der Schulscherz mit den Lehrern, als Revanche für ihre unangekündigten Kurzkontrollen, von größerer Bedeutung sind. Denn neben dem Prüfungsstress wird dies oftmals selbstständig von den Schülern auf die Beine gestellt.

Aber nicht nur für die Schüler ist dies ein aufregender Tag. Eltern überlegen, was sie ihrem Sohn oder ihrer Tochter zu diesem Ereignis schenken können, um ihren Stolz auszudrücken? War es zur Generation Golf noch ein Auto, ist es in der Generation Praktikum oder Generation Internet bedeutend schwieriger. Heute ist es keine Ausnahme mehr, sich nach der Schule eine Auszeit zu nehmen und die Welt zu bereisen. Doch angesichts der Ausbildungs- und Studienkosten, die Eltern noch etwa weitere zehn Jahr mittragen müssen, wäre eine solche Reise schon eher ein Luxusgeschenk.  Doch es muss es eine Weltreise sein?

Wichtig ist, dass sich die Absolventen nach der Schule nicht allein gelassen fühlen. Auch wenn es für Eltern der Anfang einer neuen Lebensphase ist und Meinungsverschiedenheiten auf die Tagesordnung stehen - Diese Zeit ist für beide Seiten eine Herausforderung. Die Kinder gehen nun aus dem Haus, um einen Beruf zu lernen oder zu studieren. Sie werden selbstständiger und treffen nunmehr Entscheidungen ohne Mutter und Vater. Letzteres fällt gar nicht so leicht in einer Gesellschaft, in der einem alle Möglichkeiten offen stehen. Leider gehören Ablösungsrituale nicht hierher, mit der Absolventen gestärkt in die neue Lebensphase gehen könnten.

Da es nichts gibt, was es nicht gibt - Wie wäre es mit einem Erlebnis-Seminar-Geschenk?
Ruhe vom Alltag, mehrere Tage in der Wildnis mit Gleichaltrigen, eigene Grenzen sowie auch ungeahnte Fähigkeiten kennen lernen, um danach stolz  und gestärkt ins alltägliche Leben zurückkehren.

Seminare für Übergangsrituale Seminare für Übergangsrituale
Teenwolf – Initiation ins Erwachsenwerden Teenwolf – Initiation ins Erwachsenwerden

Sicherlich sind solche Erfahrungen nicht jedermanns Sache. Andere wiederum mögen lieber eine große Party mit Freunden oder einen neuen Laptop. Wichtig ist doch, dass die Feier oder das Geschenk etwas besonders für denjenigen ist. Er oder sie sollte selbst entscheiden können, wie er den neuen Lebensabschnitt begeht. Wie die Vorstellungen darüber aussehen, erfahren Eltern und Lehrer nur über den persönlichen Kontakt und Austausch, der gerade in dieser Übergangsphase schwierig aber wegweisend ist.

Thursday, June 6, 2013

Das passende Studium wählen



Zunächst sollte man erst einmal die eigenen Interessen und Stärken auflisten. Am besten stellt man sich für die Selbsteinschätzung Fragen wie:
  • Was tue ich gerne in meiner Freizeit?
  • Was interessiert mich?
  • Welche Eigenschaften zeichnen mich aus?
  • Was fällt mir eher schwer bzw. was liegt mir gar nicht?

Im Internet findest du beispielsweise unter www.was-studiere-ich.de, bit.ly/zs13abitest.de  oder unter www.studifinder.de ausführliche Tests zur Selbsteinschätzung. Diese dauern ca. 1,5 - 2,5 Stunden. Die Tests sind kostenlos, sodass es durchaus Sinn macht, mehrere Testergebnisse miteinander zu vergleichen.

Auch die Fremdeinschätzung kann durchaus hilfreich sein. Menschen, die uns nahe sind, können unsere Fähigkeiten und Stärken meist recht gut einschätzen. So könnte man sich fragen:
  • Weicht die Fremdeinschätzung stark von meiner Selbsteinschätzung ab oder gibt es vielleicht Überschneidungen? 
  • Kann ich mir vorstellen, meine Fähigkeiten mit einem Beruf zu verbinden?
  • Welche Studienrichtungen kenne ich, die zu mir passen könnten?
  • Welche Informationen fehlen mir für meine Studien- bzw. Berufswahl?

Studienberatung

Es ist prinzipiell sehr empfehlenswert, einen Studienberater zu konsultieren. Dieser wird mit dir gemeinsam herausfinden wollen, inwieweit persönliche Interessen bei der Studienwahl berücksichtigt werden können. Er wird dir sicherlich deine Entscheidung nicht abnehmen können, aber alternative Studienrichtungen vorschlagen und Zukunftsprognosen zeigen können.

Es gibt ein Beratungsteam für Akademiker bei der Bundesagentur für Arbeit. für Arbeit.
Kontakt stellst du am besten über das Berufsinformationszentrum (BiZ) her.         

Auch die jeweilige Universität vergibt Beratungstermine. Ohne Termin ist es jedoch häufig schwierig, ein Gespräch zu führen. Wird es die Universität Erlangen-Nürnberg, findest du unter folgendem Link nähere Informationen:
http://www.uni-erlangen.de/studium/service-beratung/studienberatung.shtml


Orientierungsseminare

In diesen Seminaren kannst du deine Interessen, Vorstellungen und Wünsche entwickeln und ausarbeiten, um auf mögliche Studiengänge zu kommen. Manche Workshops dauern nur einen Tag lang, andere mehrere Tage. Die meisten Workshops sind kostenfrei.

Folgende Seminare finden im Sommer / Herbst 2013 statt:
  • Workshop zur Entscheidungsfindung: "Abitur: Was nun? Was tun!" an der Uni Bielefeld. Termine: 13.06., 18.07., 26.09., 24.10., 21.11. und 12.12. jeweils von 14 bis 18 Uhr.
  • Workshop "Meine Stärken - meine Perspektiven" an der Uni Duisburg-Essen. Termine: 18.06., 02.07., 03.09. jeweils 14:30 bis 17:30.

Schnupperstudium

Wer den Studienalltag kennenlernen möchte, hat die Möglichkeit, ein Schnupperstudium zu machen. Hier kannst man reguläre Vorlesungen und Seminare besuchen und das sogar über ein ganzes Semester hinweg. Meistens sind es Einführungsseminare oder allgemeine Vorlesungen. Natürlich musst du keine Klausuren mitschreiben. Meistens kann man sich hierfür auf der Homepage der jeweiligen Uni anmelden. Es ist sinnvoll, zu Beginn eines Semesters ein Schnupperstudium zu beginnen, da die Inhalte i. d. R. aufeinander aufbauen. Manche Unis bieten auch ein spezielles Programm für Abiturienten in den Sommerferien an.


Ortswahl

Bevor du dich für einen Studienort entscheidest, solltest du einige Fragen durchgegangen sein. Diese können beispielsweise sein:
  • Kenne ich schon jemanden in der Stadt, der mir bei der Suche nach einer Wohnung / WG helfen kann?
  • Gibt es ein Studentenviertel, in dem man günstig ausgehen und einkaufen kann?
  • Kann ich die Uni mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichen? Wenn nicht, gibt es Alternativen?
  • Wie hoch ist der Stundenlohn für Studentenjobs?
  • Welche Freizeitaktivitäten bietet die Stadt?
Im übrigen ist München die teuerste Stadt, wohingegen Chemnitz die günstigste ist. Die meisten Geisteswissenschaftler gibt es in Erfurt, wobei es in Harburg (Stadtteil von Hamburg) von Ingenieuren nur so wimmelt. Die größte Uni Deutschlands befindet sich in Köln, aber die meisten Studenten pro Einwohner hat die Uni Gießen. Jedoch ist Berlin die Stadt mit den meisten Studenten. Wenn du auf der Suche nach der Sonne bist, wirst du an der Uni Freiburg am besten aufgehoben sein, denn das ist die Universitätsstadt mit den meisten Sonnenstunden.


Duales Studium - ja / nein?

Ein duales Studium verbindet ein Studium mit einer Berufsausbildung bzw. mit Praxisbezug in einem Unternehmen. Nach erfolgreichem Absolvieren hat man somit einen Bachelor und einen Ausbildungsabschluss.
Wer also gerne praktisch lernt, eine geregelte Finanzierung für das Studium möchte und sobald wie möglich in dem Berufsfeld arbeiten möchte, ist beim dualen Studium am besten aufgehoben.
Die Datenbank Ausbildung Plus des Bundesinstituts für Berufsbildung bietet eine strukturierte Übersicht aller Studiengänge.
Oftmals kostet das duale Studium nichts. Die meisten Betriebe übernehmen die Kosten. Wenn man selbst dafür aufkommen muss, zahlt oftmals mehrere Hundert Euro pro Monat, wenn es sich um private Hochschule handelt. Bei staatlichen fallen i. d. R. keine Gebühren an. Die meisten dualen Studiengänge bietet Baden-Württemberg.

Bevor du ein duales Studium angehst, solltest du dir ein paar Fragen stellen. Diese können sein:

  • Ist das Unternehmen am gleichen Ort wie die Hochschule? Wenn nicht, wer übernimmt die Fahrtkosten?
  • Gibt es am Ende eine Prüfung durch die IHK?
  • Beträgt der Praxisteil mindestens 12 Monate?
  • Ist der Studiengang aggregiert bzw. endet er tatsächlich mit einem Bachelor?
  • Steigt mein Gehalt mit jedem Ausbildungsjahr?

Da die Konkurrenz um die Studiengänge recht groß ist, empfiehlt es sich, frühzeitig (durchaus schon 1 Jahr vor dem Schulabschluss) zu bewerben. Bei mittelständischen Betrieben ist die Konkurrenz oft kleiner als bei beispielsweise großen Betrieben wie Siemens.


 Ein Beitrag von: Melanie Beer



Sunday, May 12, 2013

Schulabschluss – und was nun?



„Was willst du mal werden, wenn du groß bist?“ – das ist die Frage, die bereits Kleinkinder gestellt bekommen und voller Begeisterung mit „Feuerwehrmann“ oder „Prinzessin“ beantworten. Doch je älter man wird, desto schwieriger fällt einem die Antwort darauf. Kein Wunder also, wenn sich frische Schulabgänger fragen: „Und was nun?“ Die Auswahl ist vielfältig und damit auch die Möglichkeit den falschen Weg einzuschlagen potenziell höher. „Lern etwas Richtiges“  oder „Verdien‘ erst mal Geld“ sind dann die wohlgemeinten Ratschläge der älteren Generation. Aber was ist „etwas Richtiges“ und was habe ich davon jetzt erst mal Geld zu verdienen?




Die heutige Generation tickt etwas anders. Sie haben ihre Eltern erlebt, wie sie seit ihrem 16. Lebensjahr dafür schuften endlich die Rente zu erreichen. 30 Jahre immer dasselbe tun und voller Arbeit vergessen zu leben? – Nein, so denkt die heutige Generation nicht. Sie möchte etwas erleben bevor sie sich ins Berufsleben stürzt. Sie möchte die Welt kennen lernen, sich selbst finden und Arbeit und Freizeit in einen guten Einklang bringen. Aber wie ist das möglich ohne positive Vorbilder?

Kurvendiskussion, Gedichtinterpretation und der 2. Weltkrieg – davon hat man in der Schule gehört. Den einen hat es interessiert, den anderen nicht. Praktisch an die Berufswahl herangeführt haben einen Lieblingsfächer jedoch oftmals auch nicht. Und: Kann man sich nach zehn bis dreizehn Jahren Schule nicht auch mal eine Pause gönnen?

Egal in welche Richtung die eigenen Fragen nach dem Schulabschluss gehen – es lohnt sich, die Welt da draußen kennen zu lernen. Ob als Deutschlehrer in Estland, als Schauspieler in einem Multikulti-Musical oder als Helfer auf einem argentinischen Bauernhof. Die Möglichkeiten sind tatsächlich vielfältig – und Fehlentscheidungen gibt es nicht. Es gibt nur Erfahrungen aus denen man lernen kann. Selbst wenn man nach einem Auslandsaufenthalt die Erkenntnis mitnimmt, dass die Aufgabe nichts für einen ist, dann weiß man wenigstens, was sich für die weitere Berufswahl ausschließen lässt.

Neugierig geworden? –  Hier sind einige Erfahrungsberichte nachzulesen.

Wer gleich zur Tat schreiten möchte, kann auch direkt auf den Webseiten der Organisationen stöbern und findig werden.

Organisation
Zielgruppe
Dauer
Arbeitsbereich
Weltwärts

18 - 27 Jahre
6 – 24 Monate
Gemeinnützige Projekte
Kulturweit

18 – 26 Jahre
6 – 12 Monate
Arbeit in Schulen
WWOOF
alle
offen
Feldarbeit und Arbeit auf dem Bauernhof
Internationaler Jugendfreiwilligendienst
16 – 26 Jahre
6 – 18 Monate
Gemeinnützige Projekte
Au Pair
17 – 30 Jahre
3 – 12 Monate
Kinderbetreuung und Haushaltshilfe
Europäischer Freiwilligendienst
16 – 30 Jahre
2 Wochen –    12 Monate
Soziale, ökologische, kulturelle Projekte
Workcamps
14 – 70 Jahre
1 Woche –        6 Monate
alle Bereiche möglich
Work & Travel
18 – 30 Jahre
ab 6 Monaten
in Firmen

Ein Artikel von Ellen Schaller